BESCHÄFTIGTENFÖRDERUNG · WEITERBILDUNG IM UNTERNEHMEN

Talente halten.Wissen ausbauen.Wandel gestalten.

Mit geförderter Weiterbildung können Unternehmen Beschäftigte für neue Aufgaben qualifizieren. Abhängig vom Einzelfall sind Zuschüsse zu Lehrgangskosten und zum Arbeitsentgelt möglich.

  • Mehr als 120 Stunden
  • AZAV-Zulassung
  • Vor Beginn beantragen
Personalverantwortliche, Beschäftigter und Weiterbildungsberaterin planen eine Qualifizierung
QUALIFIZIERUNG MIT PLANKompetenzbedarf klären. Förderung prüfen. Transfer sichern.
01BESCHÄFTIGUNGWeiterlernen im bestehenden Arbeitsverhältnis
02STRATEGIEKompetenzen für neue und veränderte Aufgaben
03KURSKOSTENJe nach Betriebsgröße bis zu 100 Prozent
04ARBEITSENTGELTZuschuss für weiterbildungsbedingte Ausfallzeit

MEHR ALS EIN GESETZESNAME

Förderung folgt dem Qualifizierungsbedarf – nicht einer Pauschale.

Das Qualifizierungschancengesetz hat die Weiterbildungsförderung für Beschäftigte erweitert. Heute bildet vor allem § 82 SGB III den rechtlichen Rahmen. Unternehmen können gemeinsam mit Beschäftigten prüfen, ob eine geplante Qualifizierung förderfähig ist.

Die Höhe der möglichen Zuschüsse hängt unter anderem von Betriebsgröße, Maßnahme, Personengruppe und betrieblichen Vereinbarungen ab. Die verbindliche Entscheidung trifft der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit.

01BEDARFKompetenzlücke erkennen

Welche Aufgaben verändern sich – und welches Wissen fehlt?

→
02QUALIFIZIERUNGPassenden Lernweg wählen

Inhalt, Umfang, Lernmodell und Zulassung sorgfältig prüfen.

→
03FÖRDERUNGAntrag vor Start stellen

Förderfähigkeit mit dem Arbeitgeber-Service verbindlich klären.

→
04TRANSFERWissen wirksam einsetzen

Neue Kompetenzen im Arbeitsalltag verankern und weiterentwickeln.

INTERAKTIVER ARBEITGEBER-RECHNER

Welches Förderpotenzial kann im Beispiel entstehen?

Mit wenigen Angaben erhältst Du eine unverbindliche Orientierung für Lehrgangskosten und weiterbildungsbedingte Ausfallzeiten. Die Rechnung ersetzt weder Beratung noch Förderbescheid.

Wie viele Beschäftigte hat das Unternehmen?
Trifft eine besondere Konstellation zu?

UNVERBINDLICHE ORIENTIERUNG

MÖGLICHES GESAMTFÖRDERPOTENZIAL16.500 €100 % Lehrgang · 75 % Arbeitsentgelt
Möglicher Zuschuss Lehrgangskosten12.000 €
Möglicher Zuschuss Arbeitsentgelt4.500 €
Gesamter Beispielaufwand18.000 €
Verbleibender Unternehmensanteil1.500 €

Orientierungswert für ein Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten.

BETRIEBSGRÖSSE MACHT EINEN UNTERSCHIED

Drei Größenklassen. Zwei mögliche Zuschüsse.

Die Staffelung zeigt die regulären Höchstwerte nach aktuellem Förderrahmen. Besondere Personengruppen und Vereinbarungen können die Werte verändern.

01UNTER 50 BESCHÄFTIGTE

Kleine Unternehmen

bis zu 100 %LEHRGANGSKOSTEN
bis zu 75 %ARBEITSENTGELT

Die Bundesagentur soll die Lehrgangskosten grundsätzlich vollständig übernehmen, wenn die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind.

0250 BIS 499 BESCHÄFTIGTE

Mittlere Unternehmen

bis zu 50 %LEHRGANGSKOSTEN
bis zu 50 %ARBEITSENTGELT

Für Beschäftigte ab 45 Jahren und schwerbehinderte Menschen können Lehrgangskosten bis zu 100 % übernommen werden.

03AB 500 BESCHÄFTIGTE

Große Unternehmen

bis zu 25 %LEHRGANGSKOSTEN
bis zu 25 %ARBEITSENTGELT

Auch in großen Unternehmen kann Förderung möglich sein, wenn Maßnahme, Person und betrieblicher Bedarf zusammenpassen.

+ 5 Prozentpunkte möglich: Liegt eine Betriebsvereinbarung zur beruflichen Weiterbildung oder ein entsprechender Tarifvertrag vor, können beide Zuschüsse erhöht werden. Die gesetzlichen Obergrenzen bleiben bestehen.

FÖRDERFÄHIGKEIT PRÜFEN

Sechs Kriterien, die früh auf den Tisch gehören.

Nicht jede interne Schulung ist förderfähig. Je klarer Ziel, Umfang und betrieblicher Nutzen beschrieben sind, desto belastbarer wird das Beratungsgespräch.

01
UMFANG

Mehr als 120 Stunden

Die Qualifizierung kann am Stück oder in Teilabschnitten durchgeführt werden.

02
INHALT

Über kurzfristige Anpassung hinaus

Die Inhalte müssen mehr vermitteln als ausschließlich arbeitsplatzbezogene Kurzzeitschulungen.

03
ZULASSUNG

Maßnahme und Träger zugelassen

Für die individuelle Beschäftigtenförderung sind in der Regel AZAV-Zulassungen erforderlich.

04
ZEITLICHER ABSTAND

Grundsätzlich zwei Jahre

Berufsabschluss und eine vorherige Förderung nach § 82 SGB III sollen grundsätzlich mindestens zwei Jahre zurückliegen.

05
ARBEITSVERHÄLTNIS

Beschäftigung bleibt bestehen

Arbeitgeber und beschäftigte Person stimmen der Teilnahme und den Rahmenbedingungen zu.

06
ANTRAG

Vor dem Lehrgangsstart

Beratung und Antrag müssen rechtzeitig vor Beginn erfolgen. Erst der Bescheid schafft Verbindlichkeit.

FÖRDERWEG-FINDER

Ein Ziel. Drei unterschiedliche Verfahren.

Wähle die Situation, die Deinem Vorhaben am nächsten kommt. Das Ergebnis hilft bei der Vorbereitung – die endgültige Zuordnung erfolgt im Beratungsgespräch.

01

INDIVIDUELLE BESCHÄFTIGTENFÖRDERUNG

Eine Person. Ein konkreter Qualifizierungsweg.

Passend, wenn ausgewählte Beschäftigte unterschiedliche Lernziele verfolgen oder einzeln in einen zugelassenen Lehrgang starten sollen.

FOKUSPerson, Maßnahme und Betriebsbedarf
ANTRAGFür jede teilnehmende Person
  • Lehrgang und Träger auf Zulassung prüfen
  • Arbeitszeit und Freistellung abstimmen
  • Antrag vor Maßnahmebeginn stellen
Offizielle Informationen öffnen ↗

VOM BEDARF ZUR BEWILLIGUNG

Sieben Schritte. Eine nachvollziehbare Entscheidung.

Beschäftigte lernt digital im Betrieb und wird durch einen Mentor begleitet
  1. 01
    ORIENTIERUNGKompetenzbedarf beschreiben

    Neue Aufgaben, Prozessveränderungen und benötigte Kompetenzen konkret benennen.

  2. 02
    AUSWAHLQualifizierung passend auswählen

    Inhalte, Dauer, Lernmodell, Abschluss und Umsetzbarkeit im Arbeitsalltag vergleichen.

  3. 03
    ZULASSUNGFörderfähigkeit der Maßnahme prüfen

    Nachweise zur AZAV-Zulassung von Bildungsanbieter und konkretem Lehrgang einholen.

  4. 04
    BERATUNGArbeitgeber-Service einbeziehen

    Betriebsgröße, Personengruppe, Kursdaten und geplante Freistellung gemeinsam klären.

  5. 05
    ANTRAGUnterlagen vor Beginn einreichen

    Erst starten, wenn Förderweg, Antrag und erforderliche Zustimmung geklärt sind.

  6. 06
    DURCHFÜHRUNGLernzeit verlässlich ermöglichen

    Teilnahme, Arbeitszeit und Lernfortschritt organisatorisch sauber dokumentieren.

  7. 07
    TRANSFERNeues Wissen im Betrieb verankern

    Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Anwendungsprojekte nach der Qualifizierung festlegen.

ALTERNATIVE BEI STRUKTURWANDEL

Qualifizierungs­geld: Arbeitsplätze durch Weiterbildung sichern.

Wenn ein erheblicher Teil der Belegschaft wegen struktureller Veränderungen Qualifizierung benötigt, kann statt der regulären Zuschüsse Qualifizierungsgeld infrage kommen.

OHNE KIND60%

der durchschnittlichen Nettoentgeltdifferenz, die durch die Weiterbildung entsteht.

MIT MINDESTENS EINEM KIND67%

der durchschnittlichen Nettoentgeltdifferenz nach den gesetzlichen Voraussetzungen.

Was dabei anders ist

  • Das Unternehmen trägt die Weiterbildungskosten.
  • Der Bildungsträger muss zugelassen sein; der Lehrgang selbst benötigt nicht zwingend eine Maßnahmezulassung.
  • Die Qualifizierung umfasst mehr als 120 Stunden.
  • Der Antrag soll mindestens drei Monate vor Beginn gestellt werden.
  • Die betroffenen Beschäftigten müssen zustimmen.
Qualifizierungsgeld im Detail ↗

GRANDEDU WEITERBILDUNGEN

Fachwissen, das im Unternehmen ankommt.

GrandEdu verbindet digitale Lernformate mit praxisnahen Inhalten. Welche konkrete Weiterbildung im Rahmen der Beschäftigtenförderung genutzt werden kann, wird immer für Kurs, Person und betrieblichen Bedarf geprüft.

Kurswelt entdecken ↗
01DIGITALE ZUKUNFT

KI & Automatisierung

Arbeitsprozesse verstehen, Werkzeuge sicher einsetzen und Veränderung gestalten.

Lernwege ansehen ↗
02KAUFMÄNNISCHE PRAXIS

DATEV & Rechnungswesen

Digitale Buchhaltung, Lohnabrechnung und moderne kaufmännische Prozesse.

Lernwege ansehen ↗
03SICHTBARKEIT & VERTRIEB

Digitales Marketing

Strategie, Kampagnen und datenbasierte Kundengewinnung.

Lernwege ansehen ↗
04INDIVIDUELLE AUSWAHL

Weitere Kurswelten

Qualifizierungswege für unterschiedliche Rollen, Branchen und Entwicklungsziele.

Alle Kurse ansehen ↗
Team überträgt neue Kompetenzen in einen verbesserten Arbeitsprozess

FÖRDERUNG IST DER START

Wert entsteht, wenn Wissen den Arbeitsalltag verändert.

Eine Weiterbildung wirkt nachhaltig, wenn das Unternehmen vorab festlegt, wo die neuen Kompetenzen eingesetzt werden. Lernziele, Transferaufgabe und Feedbackschleifen gehören deshalb in denselben Plan wie Kosten und Antrag.

Kompetenzbedarf+passender Lernweg+Transferprojekt=wirksame Entwicklung

ARBEITGEBER-CHECKLISTE

Unterlagen im Blick. Gespräch gut vorbereitet.

Hake ab, was bereits vorliegt. Deine Auswahl wird nur auf diesem Gerät gespeichert und kann jederzeit zurückgesetzt werden.

0 von 8 vorbereitet

FRAGEN, DIE KLARHEIT SCHAFFEN

Beschäftigten­förderung ohne Förder­dschungel.

Öffne nur die Fragen, die für Dein Vorhaben relevant sind.

01Was ist das Qualifizierungschancengesetz?

Das Qualifizierungschancengesetz hat die Weiterbildungsförderung für Beschäftigte ausgeweitet. Die heutigen Fördermöglichkeiten ergeben sich insbesondere aus dem SGB III, darunter § 82 für die reguläre Beschäftigtenförderung. Es ist daher hilfreicher, den konkreten Förderweg zu betrachten als nur den Gesetzesnamen.

02Wer stellt den Förderantrag?

In der Beschäftigtenförderung stimmt sich das Unternehmen mit dem Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit ab. Je nach Verfahren werden Angaben des Arbeitgebers und der beschäftigten Person benötigt. Der Antrag muss vor Beginn der Weiterbildung gestellt und bewilligt werden.

03Werden immer 100 Prozent der Kosten übernommen?

Nein. Die regulären Höchstwerte hängen von der Betriebsgröße ab. Unter 50 Beschäftigten können Lehrgangskosten grundsätzlich bis zu 100 Prozent gefördert werden; bei größeren Unternehmen gelten niedrigere Werte. Personengruppe, Maßnahme und betriebliche Vereinbarungen können die konkrete Höhe beeinflussen.

04Was bedeutet Arbeitsentgeltzuschuss?

Der Zuschuss kann einen Teil des Arbeitsentgelts für Zeiten ausgleichen, in denen Beschäftigte wegen der Weiterbildung nicht produktiv arbeiten. Die Höhe ist gestaffelt und wird im Einzelfall festgelegt. Unser Rechner verwendet vereinfachte Entgeltkosten für die Lernzeit.

05Muss die Weiterbildung länger als 120 Stunden dauern?

Ja, für die hier dargestellte Beschäftigtenförderung muss die Maßnahme mehr als 120 Stunden umfassen. Sie kann in Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend und auch in Abschnitten stattfinden, sofern der gesamte Förderrahmen erfüllt ist.

06Was bedeutet AZAV-Zulassung?

Bei der individuellen Beschäftigtenförderung müssen Bildungsträger und Maßnahme grundsätzlich für die Förderung zugelassen sein. Die Zulassung sollte immer für den konkret geplanten Kurs geprüft werden. Beim Qualifizierungsgeld gelten teilweise andere Anforderungen an die Maßnahme.

07Können mehrere Beschäftigte gemeinsam gefördert werden?

Ja. Nehmen mehrere Beschäftigte an derselben Weiterbildung teil und sind Qualifikation, Bildungsziel sowie Fördervoraussetzungen vergleichbar, kann eine Sammelantragstellung möglich sein. Das vereinfacht das Verfahren und kann bestimmte Nebenkosten pauschal berücksichtigen.

08Was ist der Unterschied zum Qualifizierungsgeld?

Die reguläre Beschäftigtenförderung kann Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt bezuschussen. Qualifizierungsgeld ist eine Entgeltersatzleistung für Unternehmen im Strukturwandel; das Unternehmen trägt dort die Weiterbildungskosten selbst. Welcher Weg passt, klärt der Arbeitgeber-Service.

09Können auch Teilzeitkräfte gefördert werden?

Grundsätzlich kann die Förderung auch für Teilzeitbeschäftigte relevant sein. Entscheidend sind nicht allein die Wochenstunden, sondern die persönlichen, betrieblichen und maßnahmebezogenen Voraussetzungen.

10Garantiert GrandEdu die Förderung?

Nein. GrandEdu kann Kursdaten und erforderliche Nachweise zum Bildungsangebot bereitstellen. Über Förderfähigkeit, Zuschusshöhe und Bewilligung entscheidet ausschließlich die zuständige Stelle der Bundesagentur für Arbeit.

TRANSPARENT INFORMIERT

Offizielle Informationen bleiben maßgeblich.

Förderbedingungen, Formulare und Verfahren können sich ändern. Prüfe vor Antrag und Kursbeginn immer die aktuellen Angaben der Bundesagentur für Arbeit und die individuelle Entscheidung.

DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Kompetenzbedarf klar. Kursunterlagen belastbar.

Du möchtest einen GrandEdu-Lehrgang als möglichen Baustein Deiner Personalentwicklung prüfen? Wir bereiten mit Dir Kursdaten, Lernmodell und nächsten Schritt nachvollziehbar vor.

Unverbindlich beraten lassen ↗